Schachbezirk Oberberg
Newsletter 109

Mitteilungen vom Schachbezirk Oberberg
Nummer 109
21.12.2017
8. Jahrgang

Redaktionelle Leitung

Benedikt Schneider
Krottorfer Straße 30
51597 Morsbach
Telefon 02294/6700
Mail: schneider.benedikt@freenet.de

Bild weihnachtsgruss.jpg

Wir wünschen allen unseren Lesern eine frohe Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

In dieser Ausgabe

    Schlagzeilen:
  • Klein gegen Groß
    Liga- und Turnierergebnisse:
  • Verbandsliga
  • Verbandsklasse Süd
  • Bezirksliga
    Dramatisches Duell ging an Meinerzhagen I
    Ludwigs Remis bescherte Morsbach I die ersten Punkte
  • Bezirksklasse
  • Vierer-Pokal
  • BEM Simon Glöckl überrascht gegen Oliver Thiemann
    Rubriken:
  • Regelkunde:
    1. Notation, wie es sein soll
    2. Reklamation mal individuell
    3. Notation vervollständigen
  • SBO Kombi-Prand-Prix: Nr. 5

Der nächste Newsletter erscheint voraussichtlich am 11. Januar 2018.

Schlagzeilen
Bild Klein_gegen_Gross.jpg

In der Samstagabendshow „Klein gegen Groß“ im Ersten gab es in der letzten Ausgabe unter anderem ein Schachduell: Der ehemalige Weltmeister Anatoly Karpov spielte gegen den neunjährigen Adam aus Österreich. In dem spannenden Duell ging es darum, anhand von Schlussstellungen die jeweilige Partie eines WM-Kampfes zu erraten.

Wobei: „Erraten“ ist zu schwach ausgedrückt, denn die Aufgaben erwiesen sich als zu „einfach“, die Protagonisten konnten alle Stellungen identifizieren.

Um den Gesamtsieger zu ermitteln, wurde nun eine Entscheidungsstellung gezeigt, wer wusste, aus welchem Kampf diese stammt, sollte den Buzzer betätigen. Kaum, dass Moderator Kai Pflaume die Stellung entlüftet hatte, hauten beide schon auf den roten Knopf - mit hauchdünnem Vorsprung für den Weltmeister.

Aber: Großer Respekt wurde vonseiten des Publikums Adam zuteil. Und für unser Spiel war es eine schöne Werbung!

Verbandsliga - Schachverband Südwestfalen

5. Spieltag

MannschaftSGRVBPP SV Weidenau/Geisweid 1550026.510 Siegener SV 1531122.07 MS Halver-Schalksmühle 1531121.57 SV Hemer 1522121.06 SV Velmede-Bestwig 1521221.05 SF Schwerte 1521220.05 SV Bergneustadt/Derschlag 1512219.54 Königsspringer Hagen/Wetter 1512219.04 SG Lüdenscheid 1501415.01 Hellertaler SF 1501414.51


Bergneustadt/D. I unterlag in Hemer mit 2,5:5,5.

Benedikt Schneider

SV Hemer 15,5 : 2,5SV Bergneustadt 1 / Derschlag 1 Voicu-Jagodzinsky, Carmen½ : ½Köllner, Christof Schmücker, Marcus1 : 0Stümer, Paul Runte, Moritz1 : 0Köllner, Aaron Noah Jagodzinsky, Andreas1 : 0Chlechowitz, Frank Störing, Marc0 : 1Linnenborn, Guido Schartau, Bernd1 : 0Michalik, Friedhelm Leonard, Timo0 : 1Heitmann, Sebastian Ketteler, Timon Guardian1 : 0Hagedorn, Volker
Verbandsklasse Süd - Schachverband Südwestfalen

5. Spieltag

Kierspe II macht Abstiegskampf spannend

KIERSPE

Mit dem ersten Saisonsieg hat Kierspe II den Abstiegskampf in der Verbandsklasse Süd wieder spannend gemacht. Im sauerländischen Derby mit zwei Mannschaften aus dem Schachbezirk Oberberg schlug die Kiersper Zweitvertretung Drolshagen I mit 4,5:3,5. Drolshagen trat mit Reservisten an und steckt nach der eher unerwarteten Niederlage wieder mitten im Abstiegskampf.

Bergneustadt/D. III, Drolshagen I und Kierspe II haben allesamt zwei Punkte. Während Drolshagen den Relegationsplatz besetzt, bleibt Kierspe II Letzter, hat sich aber seine Chancen auf den Klassenerhalt verbessert.

Lindlar I schloss durch einen Sieg auf Kreuztal auf, Bergneustadt/D. II verlor gegen Tabellenführer Plettenberg II nur knapp, obwohl sie mit nur sechs Spielern antraten. Das zweite oberbergische Derby gewann Wiehl I knapp gegen Marienheide I; die Wiehler bleiben ebenfalls ungeschlagen.

Kierspe I siegte deutlich bei den Hellertaler Schachfreunden.

Benedikt Schneider

MannschaftSGRVBPP SVG Plettenberg 2550031.010 SV Wiehl 1550026.010 SV Kierspe 1530223.06 SV Kreuztal 1530220.06 SF Lindlar 1530219.06 SC Marienheide 1520318.54 SV Bergneustadt/Derschlag 2510419.02 SV Turm Drolshagen 1510418.52 Hellertaler SF 2510413.52 SV Kierspe 2510411.52
SV Kierspe 24,5 : 3,5SV Turm Drolshagen 1 Lynker, Bernd0 : 1Zorn, Alexander Koch, Robin1 : 0Tietze, Wolfgang Irrgang, Michael0 : 1Vishanji, Franz Baran, Peter1 : 0Vishanji, Adrian Baran, Daniel½ : ½Kreusch, Frank Horstmann, Josef½ : ½Pfennig, Martin Damen, Johannes½ : ½Vishanji, Denis Gossens, Andrej+ : -Ehrhardt, Sid
SF Lindlar 15 : 3SV Kreuztal 1 Krause, Thomas1 : 0Schmidt, Gerhard Müller, Rene- : +Dickel, Jens Gessinger, Winfried0 : 1Osterod, Arnim Armbrust, Matthias+ : -Wilhelm, Karl-Günter Roelans, David Jan0 : 1Gumbinger, Karl Willmes, Martin1 : 0Winkler, Sven Häck, Julian1 : 0Schreiner, Michael Kartmann, Tobias1 : 0Bänke, Helmut
SV Bergneustadt/ Derschlag 23 : 5SVG Plettenberg 2 Kaczmarek, Maciej- : +Oswald, Hans-Joachim Blab, Ludwig1 : 0Nölke, Manfred Sailer, Hans-Peter0 : 1Warmbier, Jörg Kiparski, Ekkehart- : +Klippert, Jan Oliver Lemmer, Klaus0 : 1Maniocha, Marek Schinkowski, Thomas1 : 0Wichmann, Frank Rittel, Hans-Joachim1 : 0Neumann, Bernd Hamburger, Tiberiu0 : 1Krämer, Roland
SV Wiehl 14,5 : 3,5SC Marienheide 1 Gottas, Mike½ : ½Wolter, Heinz-Dieter Mauelshagen, Martin1 : 0Brensing, Rolf Hein, Jürgen0 : 1Goller, Christian Straßner, Andreas1 : 0Fuchs, Gerhard Lehmann, Holger½ : ½Kirch, Jürgen Margenberg, Volker0 : 1Cesnik, Friedrich Roth, Erwin1 : 0Tietze, Marco Milde, Mathias½ : ½Schuster, Holger
Hellertaler SF 21,5 : 6,5SV Kierspe 1 Siebel, Holger0 : 1Irrgang, Stephan Rahimi, Rozafa½ : ½Menz, Falk David, Edwin- : +Theunissen, Klaus Rahimi, Anita0 : 1Rode, Dominik Kessler, Renè0 : 1Holler, Dirk Jung, Armen½ : ½Werner, Norman Balzer, Alexander½ : ½Ellend, Torsten Schwier, Alexander0 : 1Wiemer, Jan
Bezirksliga Schachbezirk Oberberg

3. Spieltag

Knapper Sieg für Meinerzhagen I

Die Bezirksligatabelle führen weiterhin Lindlar II und Meinerzhagen I an, mit deutlichem Vorsprung vor der Konkurrenz. Während die Lindlarer deutlich in Schnellenbach gewannen, war der Meinerzhagener Sieg in Drolshagen knapper. Alles deutet auf ein Kopf-an Kopf-Rennen hin, am übernächsten Spieltag gibt es dann den Showdown.

Morsbach I holte am 3. Spieltag die ersten Punkte, mit einem erkämpften 4,5:3,5-Erfolg gegen Windeck.

Benedikt Schneider

MannschaftSGRVBPP Lindlar II330016,06:0 Meinerzhagen I330015,06:0 Gummersbach21018,02:2 Schnellenbach21017,02:2 Morsbach I310210,02:4 Windeck20026,50:4 Drolshagen II30039,50:6
Morsbach I4,5 : 3,5Windeck Schneider, Benedikt0 : 1Fehr, Felix Korb, Guido-Andreas+ / -Queck, Reiner Ludwig, Frank½ : ½Höhn, Uwe Neumann, Heiko½ : ½Wiertz, Jörn Barg, Alexander1 : 0Sommer, Dirk Schmidt, Artur0 : 1Himmelspach, Klaus Hermes, Dieter½ : ½Willer, David Hamann, Bernd1 : 0Wienand, Heinrich-Bernhard
Drolshagen II3,5 : 4,5Meinerzhagen I Pfennig, Konstantin0 : 1Babczyk, Adrian Pfennig, Martin, Dr.½ : ½Sönnecken, Stefan Harnischmacher, Jürgen1 : 0Fleischer, Bernhard Kramer, Heribert1 : 0Gerber, Konrad Schell, Andreas0 : 1Leistikow, Philip Tump, Achim0 : 1Frase, Jens Wigger, Heribert0 : 1Thiemann, Oliver Osetrov, Andrey1 : 0Schneider, Michael
Schnellenbach2,5 : 5,5Lindlar II Bock, Günter½ : ½Walotka, Uwe Ramberger, Martin1 : 0Bilstein, Stefan Grote, Christoph (gel.)- / +(13) Grundmann, Tobias Manski, Stefan0 : 1Haugg, Gerhard Elsesser, Waldemar- / +Kroll, Frank Vor, Andreas0 : 1Schwenzfeier, Stefan Nietsch, Robert0 : 1Krause, Wolfgang Tatewossjan, Maik1 : 0Walotka, Karl-Heinz
Gummersbach - spielfrei

Dramatisches Duell ging an Meinerzhagen I

Knapper Erfolg bei Drolshagen II und nun 6:0 Punkte.

DROLSHAGEN

Meinerzhagens Schachspieler haben vergangenes Wochenende den 3. Sieg im 3. Meisterschaftsspiel gefeiert. Damit gehört der SKM nach wie vor zu den ganz heißen Aufstiegskandidaten, lediglich die Zweitvertretung der SF Lindlar kann bisher Schritt halten.

Bild bezirksliga1.jpg

Am übernächsten Spieltag kommt es dann zum direkten Duell um Titel und Aufstieg in die Verbandsklasse.

In Drolshagen, bei der 2. Mannschaft des SV Turm, ging es jedoch gar nicht gut los.

An Brett 8, wo nachgemeldete Spieler antreten müssen, hatte es ein auf Meinerzhagener Seite bestens aufgelegter und in Hochform spielender Michael Schneider mit dem starken Andrei Osetrov zu tun, ein Akteur mit reichlich Verbandsligaerfahrung. Ein jeder hatte selbstverständlich mit einem schnellen Sieg des Neudrolshageners gerechnet, doch Schneider hielt seine Partie über 4 Stunden ausgeglichen und verpasste ein Remis nur um Haaresbreite, aufgrund erstklassiger Endspieltechnik Osetrovs.

Der Zusammenhalt ist in dieser Spielzeit die große Stärke bei den SKMlern, es kämpft jeder für jeden.

So ging auch Kapitän Jens Frase diesmal volles Risiko, schließlich mussten nun dringend Brettpunkte her. Es gelang ihm dann auch mit Glück und Geschick ein unabwendbares Matt in 3 Zügen zu erreichen.

Philip Leistikow lehnte eine vorgeschlagene Punkteteilung des SV-Vorsitzenden Andreas Schell ab, eroberte zunächst eine "Qualität“, kurz darauf weiteres Material, was den Drolshagener zur Aufgabe nötigte.

Oliver Thiemann stand von Beginn an besser, hatte er doch sofort mit Weiß ordentlich Druck gemacht. Sein Widersacher der schließlich vor der Wahl stand eine Bauernumwandlung zuzulassen oder gleich Matt gesetzt zu werden, entschied sich sogar für Letzteres.

Nun sah es wieder gut aus für Meinerzhagen, aber der nächste Rückschlag folgte, nachdem Bernhardt Fleischer gegen Drolshagens Spielführer Jürgen Harnischmacher verloren hatte.

Stefan Sönnecken spielte als einziger Remis, nach einer wie immer sehr solide vorgetragenen Partie, sein starker Gegner Dr. Martin Pfennig, agierte aber ebenfalls fehlerfrei.

Beim Spielstand von 3,5:3,5 lief jetzt nur noch das Spiel an Brett1 zwischen Drolshagens Emporkömmling Konstantin Pfennig und Meinerzhagens Ass Adrian Babczyk. Es wurde bereits über eine Punkteteilung und damit das Mannschaftsremis spekuliert, als Babczyk dem ein Ende setzte: "Ich will hier gewinnen" und das in hochgradiger Zeitnot doch anscheinend hat er Nerven wie Drahtseile und so veropferte sich der tapfer kämpfende Konstantin. Adrians Stellung war jetzt aber bereits gewinnträchtig und so spulte er ein Klasseproramm mit einer Topstrategie in wenigen Sekunden ab. Da sein Vater Roman diesmal leider verhindert war, sorgte eben der Sohn alleine für den Gesamtsieg.

Die Meinerzhagener Schachspieler scheinen derzeit unaufhaltsam zu sein, auch im Oberberg-Pokal steht man zum 3. Mal in Folge schon mal im Halbfinale. Da ist allerdings Verbandsligist SV Bergneustadt/Derschlag der Gegner, in der Meisterschaft geht's im Januar daheim gegen den SV Schnellenbach aus Engelskirchen weiter.

Jens Frase

Ludwigs Remis bescherte Morsbach I die ersten Punkte

Mannschaft aus dem Bezirkssüden musste gegen Windeck kämpfen.

MORSBACH

Nach zwei Niederlagen in Folge zum Saisonstart, wollten wir gegen Windeck doch punkten. Doch das war schon in der Vergangenheit nicht immer einfach, da Windeck sich oft, vor allem bei Auswärtsspielen, als Wundertüte entpuppt. An den ersten vier Brettern sind die Windecker nominell deutlich stärker besetzt als wir, haben diese Spieler aber nicht immer zur Verfügung.

Bild bezirksliga2.jpg

Nahezu in Topbesetzung trafen die Windecker bei uns ein, mussten aber ihr zweites Brett freilassen. Nach der kurzen Begrüßung in den Klassenräumen der Gemeinschaftsschule Morsbach, die wir nun dauerhaft nutzen dürfen, ging es los.

Nicht für alle. Ich durfte mir einen entspannten Nachmittag machen, da ich an Brett 2 kampflos gewann. Somit stand es bereits zu Anfang 1 : 0 für uns. Sicher ein gewisser Vorteil aber keine Garantie.

So wurde es auch nichts aus dem entspannten Nachmittag. Obwohl, zunächst sah es vergleichsweise gut aus. Dieter Hermes gelang ein Remis gegen David Willer und relativ früh konnte Bernd Hamann gegen Heinrich Wienand gewinnen. Allerdings sah es auf einigen anderen Brettern nicht mehr so gut aus. Artur Schmidt musste seinem forschen Spiel Tribut zollen und verlor gegen Klaus Himmelspach.

Bei Heiko Neumann sah es auch nicht gut aus. Schon in der Eröffnung verlor er einen Bauern und bekam eine schlechtere Stellung.

Ähnlich ging es bei Alexander Barg. Durch eine verpatzte Eröffnung verlor er die Qualität und stellungsmäßig sah es auch nicht gut aus.

Benedikt hingegen behauptete sich bislang gut gegen Felix Fehr, den stärksten Windecker. Frank Ludwig zeigte mal wieder seine Qualitäten als Stratege. Seine Partie gegen Uwe Höhn stand mindestens Remis mit leichten Vorteilen für Frank.

Es lief also alles auf ein knappes Ergebnis hinaus.

Inzwischen hatte sich Heiko wieder ins Spiel zurück gekämpft und stand nicht schlecht, als ihm sein Gegner Jörn Wiertz Remis anbot. Angesichts des kräfteraubenden Kampfes bis hierher nahm Heiko an. Wie sich beim Nachspielen heraus stellte, hätte er die Partie nun auch gewinnen können. Angesicht der Entwicklung der Partie war aber das Remis schon mehr als Anfangs erwartet werden konnte.

Doch dann kam Alexander. An diesem Abend trieb er den Blutdruck aller ins unermessliche. Nachdem er schlecht gestartet war konnte er trotz Qualitätsnachteil einen leichten Vorteil erlangen. Irgendwie war es ihm gelungen einen Freibauern bis auf die vorletzte Reihe zu bringen. Doch dann gab er diesen Vorteil nicht nur aus der Hand sondern geriet auch klar auf die Verliererstraße. Sein Gegner, Dirk Sommer, hingegen war wohl durch den vorgerückten Bauern verunsichert und sah mehr Gegenspiel als Alexander wirklich hatte. Nachdem sein Gegner einige gute, siegbringende Züge ausließ und zudem noch einen Läufer stehen ließ, konnte Alexander die Partie dann doch noch gewinnen.

Nun stand es 4:2 und zwei Partien liefen noch. Ein Mannschaftsremis war also schon mal sicher.

Doch bei Frank sah es gut aus und Bene hatte bislang auch gut gegengehalten. Darum machten wir uns doch Hoffnung auf mehr.

Kurz vor der Zeitkontrolle musste sich Bene dann doch seinem spielstarken Gegner beugen.

Frank bot Uwe Höhn darauf hin Remis an. Dieser lehnte unter den gegebenen Umständen natürlich ab. Also gings in die Verlängerung. Dann aber packte Frank tief in die Taktikkiste und holte eine Variante heraus, die zwingend zum ersehnten Remis führte. Sein Turm gefesselt, sein Springer angegriffen und die gegnerische Dame hinter den eigenen Verteidigungslinien, baute er ein Mattnetz auf, aus dem sich Höhn nur durch Dauerschach retten konnte.

Ein knapper und teilweise glücklicher, aber aufgrund der kämpferischen Leistung nicht unverdienter Sieg.

Guido Korb

Bezirksklasse Schachbezirk Oberberg

4. Spieltag

In der Bezirksklasse stehen die Teilnehmer der Auf- und der Abstiegsplayoffs fest. Am letzten Spieltag der Hinrunde führt Wiehl II mit 6:2 Punkten die Tabelle vor Morsbach II und Marienheide II an, die ebenfalls diese Punktzahl aufweisen und nur aufgrund der Brettpunkte verschieden platziert sind.

Damit spielen diese drei Teams um den Aufstieg in die Bezirksliga, während Bergneustadt/D. III, Kierspe III und Meinerzhagen II um die Platzierungen der unteren Hälfte ringen werden. Im letzten Spiel der Vorrunde heißt es nun für alle Teams: punkten, denn diese Punkte werden auch in die Playoffs mitgenommen.

Benedikt Schneider

MannschaftSGRVBPP Wiehl II430118,56:2 Morsbach II430114,06:2 Marienheide II430113,56:2 Bergn./Derschlag III411210,03:5 Kierspe III41128,53:5 Meinerzhagen II40042,50:8
Meinerzhagen II0 : 5Morsbach II Rawe, Friedrich0 : 1Hamann, Bernd Weinhold, Tim0 : 1Muth, Wilhelm Schneider, Michael0 : 1Spät, Alexander Flottmann, Dietmar- / +Großer, Marion Dango, Ottmar0 : 1Ortiz Pérez, Héctor Guillermo
Kierspe III2,5 : 3,5Marienheide II Damen, Johannes+ / -Bosbach, Lothar Werner, Maxim1 : 0Stockburger, Gert-Detlef Driedger, Heinrich0 : 1Schellberg, Wolfgang Kippes, Jason0 : 1Lange, Fritz Basten, Cedric- / +Kachel, Gerd Gossens, Andrej½ : ½Hackenberger, Dieter
Bergn./Derschlag III0 : 6Wiehl II0:6 Bukowski, Klaus-Jürgen- / +Jünger, Steffen Streichhan, Phil- / +Block, Dieter Sander, Michael- / +Wagner, Tobias König, Arne- / +Halapa, Zeljko Sander, Daniel (gel.)- / +(13) Staub, Peter Ochel, Felix- / +Brüne, Karl-August
Vierer-Pokal Schachbezirk Oberberg

Viertelfinale

Bergn./Derschlag4:0 klWiehl II0:6
Meinerzhagen I4:0 klLindlar II
Lindlar II1,5 : 2,5Windeck Bilstein, Stefan½ : ½Höhn, Uwe Schwenzfeier, Stefan0 : 1Wiertz, Jörn Krause, Wolfgang½ : ½Sommer, Dirk Hermann, Robin Andreas½ : ½Wienand, Heinrich-Bernhard
Schnellenbach1,5 : 2,5Gummersbach Ramberger, Martin- / +Olsson, Christian Vor, Andreas1 : 0Bury, Arnold Kienzle, Markus½ : ½Müller, Horst Tatewossjan, Maik0 : 1Weferling, Klaus

Runde 3 (21.01.2018)

Meinerzhagen I-Bergn./Derschlag
Windeck-Gummersbach
BEM (Bezirkseinzelmeisterschaft) Schachbezirk Oberberg

Ergebnisse der 4. Runde

SpielerDWZPktErgSpielerDWZPktAtt 1Olsson Christian166730 - 1 Schneider Benedikt17493 2Block Dieter15322,5- / + Ortiz Pérez, Héctor Guillermo19882,5 kl 3Gessinger Winfried17612,5+ / - Lehmann Holger17552,5 kl 4Vishanji Adrian180221 - 0 Walotka Uwe16612 5Margenberg Volker16692- / + Hemmings Martin17872 kl 6Milde Mathias16522½ - ½ Bukowski Klaus-Jürgen17482 7Pfennig Konstantin15352½ - ½ Özcelik Ali16762 8Baran Peter162020 - 1 Schürmann Ralf18051,5 9Korb Guido17471,5½ - ½ Fot Alexander15131,5 10Kals Leo16701,51 - 0 Sebastian Thorsten1,5 11Memmers­heimer Thomas16121,50 - 1 Hamburger Tiberiu15551,5 12Celazade Elwin19001- / + Haugg Gerhard13261 kl 13Kramer Herbert15191½ - ½ Baran Daniel16171 14Bury Arnold155410 - 1 Khan Tuhin1 15Horstmann Josef16110,51 - 0 Driedger Heinrich10631 16Glöckl Simon10790,51 - 0 Thiemann Oliver15030,5 17Kroo Waldemar11630,5½ - ½ Damen Han13570,5 18Schmidt Artur143201 - 0 Hermes Dieter13640

Stand nach der 4. Runde

NameDWZVereinPktBSB 1Schneider, Benedikt1749Morsbach49,009,00 2Gessinger, Winfried1761Lindlar3,59,508,25 3Ortiz Pérez, Héctor Guillermo1988Morsbach3,59,007,75 4Olsson, Christian1667Gummersbach311,007,00 5Vishanji, Adrian1802Drolshagen37,505,00 6Hemmings, Martin1787Drolshagen37,504,50 7Pfennig, Konstantin1535Drolshagen2,510,005,75 8Hamburger, Tiberiu1555Bergneustadt/ Derschlag2,510,005,50 8Kals, Leo1670Lindlar2,59,505,25 10Block Dieter1532Wiehl2,59,504,75 11Lehmann, Holger1755Wiehl2,59,004,25 12Bukowski, Klaus-Jürgen1740Bergneustadt/ Derschlag2,57,004,25 13Milde, Mathias1652Wiehl2,56,503,25 13Schürmann, Ralf1805Kierspe2,56,503,25 15Özcelik, Ali1676Gummersbach2,56,502,25 16Baran, Peter1620Kierspe210,004,00 17Walotka, Uwe1661Lindlar29,502,50 18Khan, TuhinBergneustadt/ Derschlag29,003,50 19Korb, Guido1747Morsbach29,003,25 20Margenberg, Volker1669Wiehl29,002,00 21Fot, Alexander1513Gummersbach28,002,50 22Haugg, Gerhard1326Lindlar25,501,00 23Sebastian, ThorstenWiehl1,58,502,25 24Kramer, Herbert1519Drolshagen1,58,002,25 25Horstmann, Josef1611Kierspe1,57,502,25 26Memmersheimer, Thomas1612Windeck1,57,501,75 27Glöckl, Simon1079Bergneustadt/ Derschlag1,56,001,00 28Baran, Daniel1617Kierspe1,55,500,75 29Bury, Arnold1554Gummersbach18,501,00 30Celazade, Elwin1900Gummersbach18,001,50 31Driedger, Heinrich1063Kierspe17,001,00 32Kroo Waldemar1163Drolshagen16,501,50 33Damen, Han1357Kierspe16,001,25 34Schmidt, Artur1432Morsbach15,000,00 35Thiemann, Oliver1503Meinerzhagen0,59,001,25 35Hermes, Dieter1364Morsbach07,000,00

B=Buchholz, SB=Sonneborn-Berger

Auslosung der 5.Runde

SpielerDWZPktErgSpielerDWZPktAtt 1Schneider Benedikt17494,0 Ortiz Pérez, Héctor Guillermo19883,5 2Gessinger Winfried17613,5 Hemmings Martin17873,0 3Olsson Christian16673,0 Vishanji Adrian18023,0 4Schürmann Ralf18052,5 Kals Leo16702,5 5Hamburger Tiberiu15552,5 Lehmann Holger17552,5 6Bukowski Klaus-Jürgen17482,5 Block Dieter15322,5 7Özcelik Ali16762,5 Milde Mathias16522,5 8Margenberg Volker16692,0 Pfennig Konstantin15352,5 9Khan Tuhin2,0 Korb Guido17472,0 10Walotka Uwe16612,0 Haugg Gerhard13262,0 11Fot Alexander15132,0 Baran Peter16202,0 12Baran Daniel16171,5 Horstmann Josef16111,5 13Glöckl Simon10791,5 Memmers­heimer Thomas16121,5 14Sebastian Thorsten1,5 Kramer Herbert15191,5 15Celazade Elwin19001,0 Schmidt Artur14321,0 16Driedger Heinrich10631,0 Bury Arnold15541,0 17Thiemann Oliver15030,5 Damen Han13571,0 18Hermes Dieter13640,0 Kroo Waldemar11631,0

Simon Glöckl überrascht gegen Oliver Thiemann

Tuhin Khan ringt Arnold Bury nieder

GUMMERSBACH

Außergewöhnlich viel Platz gab es am 4. Spieltag der BEM im Spiellokal in Gummersbach. Sechs Begegnungen waren vorgespielt worden und vier wurden kampflos entschieden.

An dieser Stelle möchten wir Dieter Blocks Frau, die an Krebs erkrankt ist, alles Gute wünschen und Ihre Hoffnung stärken, dass die Behandlung zur baldigen Genesung führt.

Nicht wissend wie schwer erkrankt Vossis Vater ist, wünschen wir auch hier Gute Besserung.

Beide konnte verständlicher Weise deshalb zum Termin nicht antreten und konnten auch nicht vorspielen.

So wurden an diesem Abend „nur“ acht Partien gespielt.

Allerdings gab es für die Kiebitze doch einige interessante Partien zu sehen.

Bild bem.jpg

Besonders spannend war die Partie zwischen Arnold Bury und Tuhin Khan. Besonders in der Schlussphase, als die Partie für Tuhin schon klar entschieden schien, packte Arnold in die Trickkiste. Verschiedene Male versuchte er Pattfallen auf zu bauen. Doch Tuhin ließ sich nicht überlisten und umschiffte geschickt alle Versuche Arnold. So musste dieser sich nach langem Kampf doch geschlagen geben.

Eine enorme Leistungssteigerung ist bei Simon Glöckl fest zu stellen. Der jüngste Teilnehmer der diesjährigen BEM bekam es in dieser Runde mit dem Routinier Oliver Thiemann zu tun. Der ist bekannt für seine kreativen Eröffnungsvarianten, mit denen er schon so manchen Gegner verwirrt hat. Mit Simon gelang ihm das aber diesmal nicht. Der blieb im wahrsten Sinne des Wortes „cool“ und hielt mit einer geordneten und strukturierten Eröffnung dagegen. Durch seinen wohl durchdachten Figurenaufbau ließ er seinen Gegner nicht zur Entfaltung kommen. Die ganze Partie hindurch geriet er nicht in Gefahr, nicht einmal in der Situation als er einen Damengewinn ausließ.

Eine wirklich erstaunlich gute Partie, mit der sich Simon seine ersten ganzen Punkt erkämpfte.

Ein durchaus gutes, aber auch hart erkämpftes Remis erreichte das zweite Nachwuchstalent Konstantin Pfennig gegen Ali Özcelik.

Die nächste Runde findet am 12.01.2018 in Gummersbach statt. Natürlich sind auch Kiebitze herzlich eingeladen.

Zwei Partien sind schon vorgespielt worden und eine weiter wird noch vorgespielt.

In diesem Zusammenhang noch eine Bemerkung zu Dieter Block. Trotz der schweren Erkrankung seiner Frau und der damit verbundenen langwierigen Behandlung sind beide übereingekommen, dass Dieter die BEM weiter spielt. Es kann vorkommen, dass er die Stichtage nicht einhalten kann und vorspielen muss. Alle möglichen Gegner werden gebeten, wenn es eben möglich ist, ihm da, evtl. auch kurzfristig entgegen zu kommen.

Ich wünsche allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute und Gottes Segen für das neue Jahr.

Guido Korb

Regelkunde von Guido Korb

Wie angekündigt, geht es diesmal zunächst um die korrekte Notation. Dazu werden ein paar praktische Fälle aus der letzten BEM-Runde kommen. Obwohl am Spieltag „nur“ acht Partien gespielt wurden, gab es den ein oder anderen kuriosen Regelverstoß.

1. Notation, wie sie sein soll

Natürlich könnte ich es ganz kurz machen, indem ich sage: „ Das steht alles im Anhang C der FIDE-Regeln.“ Aber so einfach mache ich es Euch nicht.

Der Anhang C steht natürlich mit den Artikel 8 in Verbindung, wo es um die Notationspflicht und einiger damit verbundener Regelungen geht. Damit haben wir uns schon das ein oder andere Mal beschäftigt.

Nun soll es mal darum gehen, wie richtig aufgeschrieben wird. Das mag vielleicht merkwürdig klingen, aber wenn es darum geht Reklamationen zu beurteilen oder Partien zu rekonstruieren, wird man feststellen, dass eine einheitliche klare Notationsweise wichtig ist.

Dazu gehört erst einmal grundsätzliches, was in Artikel 8.1.1 festgehalten ist:

8.1.1 Im Laufe der Partie ist jeder Spieler verpflichtet, seine eigenen Züge und die seines Gegners auf korrekte Weise, Zug für Zug, so klar und lesbar wie möglich, in algebraischer Notation (Anhang C) auf dem für das Turnier vorgeschriebenen ,,Partieformular" aufzuzeichnen.

Das bedeutet erst einmal, dass jeder Spieler, der an einem offiziellen FIDE-Turnier teilnimmt, verpflichtet ist die eigenen und die Züge des Gegners zu notieren. Wichtig zu beachten ist dabei der Ausdruck „ auf korrekte Weise“. Neben einer klaren und lesbaren Schrift, ist mit „korrekte Weise“ auch gemeint, dass die Pflicht besteht, die erwähnte „algebraische Notation“ zu verwenden.

Warum das so gewollt ist steht in der Einleitung zu Anhang C:

C. Algebraische Notation
Bei ihren eigenen Turnieren und Wettkämpfen erkennt die FIDE nur ein einziges System für die Aufzeichnung der Züge, das algebraische, an und empfiehlt, diese einheitliche Schachnotation auch für Schachbücher und Zeitschriften zu verwenden. Partieformulare, die ein anderes als das algebraische System verwenden, dürfen in Fällen, in denen üblicherweise das Partieformular eines Spielers benutzt wird, nicht als Beweismittel verwendet werden. Wenn ein Schiedsrichter bemerkt, dass ein Spieler ein anderes als das algebraische System verwendet, soll er ihn warnend auf diese Anforderung aufmerksam machen.

Die Partienotationen haben sozusagen Dokumentencharakter.

Schon öfter sind uns Regeln begegnet, wo die Notation von Bedeutung ist. Wenn Partien rekonstruiert werden müssen, nach Reklamationen zu regelwidrigen Zügen oder 3-maliger Stellungswiederholung u.ä.

Wenn sich also Spieler bei ihrer Notation nicht an die klaren Vorgaben des Anhangs C halten, dürfen deren Notation bei der Klärung von Regelfragen nicht als Beweismittel verwendet werden. Das kann u.U. dazu führen, dass Reklamation nicht weiter verfolgt werden können, da die Beweismittel fehlen.

Alle Wettkampfspieler sind also angehalten, sich die algebraische Notation anzueignen und nicht zulässige Notationsgewohnheiten ab zu legen.

    Auf die einzelnen Punkte werde ich in der nächsten Ausgabe noch eingehen. An dieser Stelle nur zwei Eigenheiten, die mir oft auffallen:
  • 1. Viele Spieler notieren einfach keine Remisangebote.
  • 1.1. Artikel 8.1.5 verpflichtet alle Spieler jedes Remisangebot zu vermerken.
  • 1.2. Das betrifft sowohl den Antragsteller als auch dessen Gegner
  • 1.3. Sowohl in Artikel 8.1.5 also auch in Anhang C ist festgehalten, wie dieser Vermerk auszusehen hat. Nämlich so: (=)
  • 2. Oft wird eine klare Notation vergessen, wenn mehrere gleiche Figuren auf dasselbe Feld ziehen können.
  • 2.1. Es gibt im Schachspiel 3 Figuren, die paarweise auftreten. Es kann in einer Partie durchaus öfter vorkommen, dass zwei gleiche Figuren auf dasselbe Feld ziehen können. Wenn ein solcher Fall eintritt, ist es notwendig, in der Notation klar zu beschreiben welche der Figuren auf das Feld gezogen ist.
  • 2.2. Neben den 3 Figurenpaaren gibt es noch die 8 Bauern, auf die das ähnlich zutrifft. Natürlich kann dies bei den Bauern nur vorkommen, wenn eine gegnerische Figur geschlagen werden kann. Können zwei Bauern dieselbe Figur schlagen, dann muss in der Notation klar festgehalten werden, welcher Bauer die gegnerische Figur geschlagen hat.
  • 2.3. Das gilt natürlich auch beim Schlagen „En passant“.
  • 2.4. Wie die Notation genau zu erfolgen hat steht in Anhang C10

Der ein oder andere mag sich jetzt fragen, warum wir uns mit so einfachen „Anfänger-“ schachregeln befassen. Ich könnte das lang und breit erklären. Einfacher wird es sein, euch den Vorschlag zu machen, mal eure eigenen Partieformulare zu nehmen und die Partien mal einfach nur nach zu spielen. Vielleicht kriegt ihr das noch hin, weil euch die Partien bekannt sind. Dann geht mal her und nehmt euch Partieformulare von anderen Partien und macht dasselbe. Mal sehen wie weit ihr kommt. Ich füge mal zu Übungszwecken eine Notation bei. Wenn ihr die nachgespielt habt, könnt ihr vielleicht besser nachvollziehen, weshalb die FIDE so auf einer klaren und einheitlichen Notationsweise besteht

1. d4 Sf6; 2. Sc3 d5; 3. Lf4 Ld7; 4. e3 a6; 5. Df3 e6; 6. Dg3 Sh5; 7. Df3 Sf4:; 8. Df4 Ld6; 9. Dg4 Df4; 10. f4 c5; 11. 0-0-0 d4:; 12. d4: Lf4:+; 13. Kb1 Sc6; 14. Sge2 Ld6; 15. Df3 Dg6; 16. a3 Tc8; 17. De3 0-0; 18. Sf4 Df5; 19. Se2 b5; 20. Sg3 Lg3:; 21. Dg3 b4; 22. Ld3 Dh5; 23. Lc2 Dh6; 24. Dd6 Tfd8; 25. b4: Le8; 26. Dc5 Se5; 27. Da5 Sc4; 28. Le4: c4:; 29. De5 Tb8; 30. Da5 Lb5; 31. Dc7 Tbc8; 32. De5 Dg6; 33. g3 Tb8; 34. Tf1 Le8; 35. Da5 Lb5; 36. Dc7 Tc8; 37. De5 Ld7; 38. Da5 f6; 39. Tf2 Lb5; 40. Te1 Df7; 41. Tfe2 Tc6; 42. Td2 Td-b6; 43. d5 Ld7; 44. e6: Le6; 45. Te-d1 Dc7; 46. Sa4 Tb7; 47. Ta8+ Td8:; 48. Td8:+ Kf7; 49. Dc7: Tc7:; 50. Sc5 Tc6; 51. Ta8 Lc8; 52. Ta8+ Kg6; 53. Ta8 f5; 54. Kc1 h5; 55. Ta7 Kf6; 56. h4 g5; 57. Th7 Kg6; 58. Th8 h4:; 59. h4: f4; 60. Se4 Lg4

Weiß hatte zwischendurch vergessen, einen Zug von Schwarz zu notieren. Dadurch war die Notation kurzzeitig „verrutscht“. Diesen Fehler habe ich korrigiert. Sonstige Schreibfehler und Notationsfehler sind wie im Original belassen worden.

Dennoch habt ihr es etwas leichter, denn ihr könnt die Notation gut lesen. Das Original ist zwar zum größten Teil gut lesbar, aber es gibt auch Züge wo Buchstaben oder Zahlen nicht eindeutig erkennbar sind.

Wenn ihr die Notation richtig rekonstruiert habt, müsste folgende Schlussstellung heraus kommen:

87654321 abcdefgh
W

7R/8/p1r3k1/7p/1Pp1NpbP/8/1PP5/2K5 w - - nl105 - Regelkunde

Na, habt ihr es geschafft? Meine Aufgabe im Zusammenhang mit dieser Partie war die Überprüfung einer dreimaligen Stellungswiederholung zwischen dem 29. und 39. Zug.

2. Reklamation mal individuell

Bei der letzten BEM-Runde reklamierte Spieler A eine dreimalige Stellungswiederholung und hielt die Uhren an. Beide Spieler überprüften den Sachverhalt. Dabei kam heraus, dass die Reklamation nicht berechtigt war. Die Stellung vor der Reklamation wurde wieder hergestellt und Spieler A setzte die Uhren wieder in Gang.

Da musste natürlich der Schiedsrichter eingreifen.

Nach 6.11.2 dürfen die Uhren nur angehalten werden, wenn die Hilfe des Schiedsrichters benötigt wird. Das ist hier der Fall. Außerdem legt die Vorgehensweise nach Artikel 9.2.1.1 ohnehin fest, dass der Schiedsrichter gerufen werden muss. Im Beisein des Schiedsrichters wird überprüft ob die Reklamation berechtigt ist oder nicht. In diesem Fall wurde festgestellt, dass die Reklamation unbegründet war.

Deshalb musste nach Artikel 9.5.2 der Schiedsrichter dem Gegner von Spieler A eine Zeitgutschrift von 2 Minuten gewähren und dessen Uhr entsprechend einstellen. Erst dann gibt er die Partie wieder frei, wobei der Antragsteller, sofern nach 9.2.1.1 reklamiert wurde, mit dem notierten Zug fortsetzen muss

3. Notation vervollständigen

Bei einer anderen Partie geschah folgendes: Spieler A führte einen Zug aus und drückte die Uhr. Beim Aufschreiben bemerkte er, dass seine Notation von der des Gegners abwich. Er erbat sich vom Gegner dessen Notation und überprüfte damit seine eigene. Dabei korrigierte er die Fehler, die ihm unterlaufen waren und gab dann seinem Gegner die Notation zurück.

Grundsätzlich ist es richtig, falls Fehler in der Notation auffallen, diese zu korrigieren. Wie es aber nun mal ist, gibt es auch dafür Regeln, wie man das macht. Dazu hat die FIDE den Artikel 8.5.2 erfunden. Dort steht u.a. auch drin, dass man durchaus das Partieformular des Gegner zur Korrektur oder Vervollständigung seine Notation verwenden darf. Dies darf man aber nur tun, wenn man selbst am Zug ist. Das Partieformular soll dem Gegner wieder zurückgegeben werden bevor man den nächsten Zug ausführt.

Warum muss ich auf meine Zeit meine Notation vervollständigen oder korrigieren? Die Zeit spielt wohl weniger eine Rolle dabei, sondern mehr die Tatsache, dass der Gegner, wenn ich das, während seine Zeit läuft mache, mehrfach durch mich in seiner Konzentration gestört wird.

  • Ich fragen ihn nach seinem Partieformular
  • Ich störe ihn wieder, wenn ich das Partieformular zurückgebe.
  • Falls der Gegner zieht bevor ich mit den Korrekturen fertig bin, kann er seinen Zug nicht notieren.
  • Vielleicht macht es den meisten nicht so viel aus. Dennoch denke ich, dass auch solche, verhältnismäßig kleine Störungen, Einfluss auf einen Partieverlauf nehmen können.

Wer Fragen oder Bemerkungen zu den behandelten Themen hat, kann mir eine Mail schicken (getraenke-korb@t-online.de).

SBO Kombi-Grand-Prix von Guido Korb

Lösung der letzten Aufgabe

Die naheliegenste Lösung wollte ich haben. Auch wenn der Computer mir sagte, dass eine andere Lösung noch stärker sein sollte. Die naheliegende Lösung ist meiner Meinung nach besser und auf jeden Fall die schönere.

Kombi Nr. 4

87654321 abcdefgh
S

Stellung nach dem 26. Zug von Weiss

Lösung 1: 22. ... Sxc3!; 23. Sxc3 (mehr oder weniger erzwungen) 23. ... Lxc3 (wenn nun Weiß mit der Dame schlägt kommt natürlich Tc6. Schwarz bleiben dann Dame und Turm gegen Springer und 2 Türme. Scheinbar ausgeglichen, aber ein Turm und der Springer stehen abseits und Weiß hat noch den gefährlichen vorgerückten Freibauern auf der e-Linie) 24. Td3 Ld2+ (Lg7 geht auch) 25. Kb1 Tc6; 26. Txd2

Lösung 2: 22. ... Sb4; 23. cxb4 (23. Db2 Tc6; 24. Td4 Txc3+; 25. Sxc3 Lxd4 ...; 23. Sf4 De5; 24. Td5 Dxf4; 25. cxb4 e2+; 26. Dd2 Tc6+; 27. Kb1 De4+; 28. Dd3 e1D+; 29. Txe1 Dxe1+ ...)

Aktuelle Aufgabe

Kombi Nr. 5

87654321 abcdefgh
S

Wie ihr festgestellt haben werdet ist das die Stellung, die nach dem 26. Zug von Weiß in der Hauptvariante von Lösung 1 entsteht. Welche Fortsetzung ist die Beste und warum?

1. Txc2 oder
1. exd2

Einsendeschluss : Di. 09.01.2018

Lösung bitte per E-Mail schicken an getraenke-korb@t-online.de

Aktueller Punktestand

RangTeil­nehmer1234Teiln.Punkte ges. 1Klaus Lemmer-101212334 2Erik Stokken­treeff-12108330 3Andreas Schell---10110 4Wolfgang Tietze-8--18