Schachbezirk Oberberg
Newsletter 110

Mitteilungen vom Schachbezirk Oberberg
Nummer 110
25.01.2018
9. Jahrgang

Redaktionelle Leitung

Benedikt Schneider
Krottorfer Straße 30
51597 Morsbach
Telefon 02294/6700
Mail: schneider.benedikt@freenet.de

In dieser Ausgabe

    Schlagzeilen:
  • Wijk aan Zee
    Aufmarsch der Großmeister
    Liga- und Turnierergebnisse:
  • Verbandsliga
  • Verbandsklasse Süd
  • Bezirksliga
    Dramatisches Duell ging an Meinerzhagen I
    Ludwigs Remis bescherte Morsbach I die ersten Punkte
  • Bezirksklasse
  • Vierer-Pokal
  • BEMSimon Glöckl überrascht gegen Oliver Thiemann
    Rubriken:
  • Regelkunde:
    1. Notation, wie es sein soll
    2. Reklamation mal individuell
    3. Notation vervollständigen
  • SBO Kombi-Prand-Prix: Nr. 5

Der nächste Newsletter erscheint voraussichtlich am 11. Januar 2018.

Schlagzeilen

Wijk aan Zee

Bild WijkAanZee1024.jpg

Aufgebot der Großmeister

Das Schachjahr beginnt seit nunmehr vielen Jahren mit einem Turnier der Weltelite: Im niederländischen Wijk aan Zee messen sich Spieler, die aufgrund ihrer hohen Elo zu den besten der Welt gehören. Hier ist man live dabei, wenn es darum geht, zu erfahren, was sich in der Entwicklung unseres Spiels tut: Eröffnungsneuerungen werden ausgepackt, um den Gegner schon früh auf unbekannte Pfade zu locken, das Mittelspiel wird mit neuen Ideen und unübersichtlichen Stellungstypen inspiriert und im Endspiel wird schon bekanntes Wissen mit kreativen Zügen vermischt.

Beim „Tata Steel Chess Tournament“, benannt nach einem internationalen Stahlunternehmen, geht es trotz Januar-Blues heiß her, denn im gleichen, edlen Saal werden auch Amateurturniere ausgetragen.

Bei den Großmeistern gewann nach insgesamt 13 Runden Anish Giri, nach Feinwertung vor Magnus Carlsen.

Bei den Großmeistern gewann nach insgesamt 13 Runden Anish Giri, nach Feinwertung vor Magnus Carlsen.

Benedikt Schneider

Verbandsliga Schachverband Südwestfalen

6. Spieltag

In der Verbandsliga atmet man in Bergneustadt durch: Gegen die „junge Truppe“ aus Schalksmühle kamen die Neustädter zu einem Sieg und haben nun drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

Benedikt Schneider

MannschaftSGRVBPP SV Weidenau/​Geisweid 1651030,511 Siegener SV 16321268 SV Hemer 1632125,58 SV Velmede-Bestwig 1631225,57 MS Halver-Schalksmühle 1631224,57 SV Bergneustadt/​Derschlag 1622225,46 SF Schwerte 1621323,55 Königsspringer Hagen/Wetter 1612322,54 Hellertaler SF 16114203 SG Lüdenscheid 1601517,51
SV Bergneustadt/​Derschlag 15 : 3MS Halver-Schalks­mühle 1 Köllner, Christof1 : 0Browning, Alex Stümer, Paul½ : ½Wortmann, Klaus-Peter Köllner, Aaron Noah0 : 1von Bargen, Lukas Chlechowitz, Frank1 : 0Schmidt, Volker Linnenborn, Guido0 : 1Lüttich, Bodo Michalik, Friedhelm1 : 0Dröttboom, Tobias Heitmann, Sebastian1 : 0Maczkowiak, Thomas Köllner, Felicitas Ophelia½ : ½Kroo, Julian
Verbandsklasse Süd Schachverband Südwestfalen

6. Spieltag

Plettenberg

Die SVG Plettenberg II hat nach einem knappen Sieg gegen Verfolger Wiehl alle Trümpfe in der Hand, um in die Verbandsliga aufzusteigen. Die Wiehler traten nur mit sieben Spielern an und auch nicht in bester Besetzung. Die Siege von Andreas Straßner und Volker Margenberg reichten nicht aus, weil neben der kampflosen Niederlage an Brett zwei auch noch Holger Lehmann und Thorsten Sebastian verloren. Drei Runden vor Saisonende müssen die Wiehler auf einen Patzer warten, um noch an Plettenberg II vorbeizuziehen. Drolshagen I steht nach einer knappen Pleite gegen Bezirkskonkurrent Kierspe I auf einem Relegations-Abstiegsplatz. Kierspe II bleibt Letzter nach einem 3:5 gegen Lindlar I. Bergneustadt/D. II hat durch einen Kantersieg in Kreuztal wichtige Punkte zum Klassenerhalt geholt. Marienheide punktete auch doppelt: 4,5:3,5 gegen Hellertal II, die damit Vorletzter sind.

Benedikt Schneider

MannschaftSGRVBPP SVG Plettenberg 2660035,512 SV Wiehl 1650129,510 SV Kierspe 1640227,58 SF Lindlar 16402248 SC Marienheide 16303236 SV Kreuztal 16303226 SV Bergneustadt/ Derschlag 26204254 SV Turm Drolshagen 16105222 Hellertaler SF 26105172 SV Kierspe 2610514,52
SV Turm Drolshagen 13,5 : 4,5SV Kierspe 1 Zorn, Alexander0 : 1Irrgang, Stephan Tautz, Michael1 : 0Menz, Falk Tietze, Wolfgang0 : 1Theunissen, Klaus Vishanji, Franz1 : 0Rode, Dominik Vishanji, Adrian0 : 1Holler, Dirk Kreusch, Frank- : +Werner, Norman Schymainski, Robert½ : ½Ellend, Torsten Osetrov, Andrey1 : 0Driedger, Heinrich
SC Marienheide 14,5 : 3,5Hellertaler SF 2 Wolter, Heinz-Dieter1 : 0Siebel, Holger Brensing, Rolf1 : 0Rahimi, Rozafa Goller, Christian½ : ½David, Edwin Fuchs, Gerhard½ : ½Rahimi, Anita Kirch, Jürgen1 : 0Kessler, Renè Cesnik, Friedrich½ : ½Jung, Armen Gräve, Andreas0 : 1Balzer, Alexander Tietze, Marco0 : 1Schwier, Alexander
SVG Plettenberg 24,5 : 3,5SV Wiehl 1 Oswald, Hans-Joachim½ : ½Mauelshagen, Martin Nölke, Manfred+ : -Fleischer, Andre Warmbier, Jörg½ : ½Hein, Jürgen Klippert, Jan Oliver0 : 1Straßner, Andreas Maniocha, Marek1 : 0Lehmann, Holger Wichmann, Frank0 : 1Margenberg, Volker Neumann, Bernd½ : ½Roth, Erwin Krämer, Roland1 : 0Sebastian, Thorsten
SV Kreuztal 12 : 6SV Bergneustadt/ Derschlag 2 Schmidt, Gerhard1 : 0Blab, Ludwig Dickel, Jens½ : ½Kiparski, Ekkehart Wilhelm, Wolfgang0 : 1Wang, Andre Osterod, Arnim0 : 1Lemmer, Klaus Gumbinger, Karl½ : ½Schinkowski, Thomas Winkler, Sven0 : 1Rittel, Hans-Joachim Schreiner, Michael0 : 1Hamburger, Tiberiu Bänke, Helmut0 : 1Chlechowitz, Maximilian
SV Kierspe 23 : 5SF Lindlar 1 Meister, Detlef½ : ½Krause, Thomas Lynker, Bernd0 : 1Müller, Rene Koch, Robin½ : ½Armbrust, Matthias Irrgang, Michael0 : 1Bonath, Michael Baran, Peter0 : 1Roelans, David Jan Baran, Daniel1 : 0Willmes, Martin Horstmann, Josef1 : 0Häck, Julian Schumacher, Peter0 : 1Kartmann, Tobias
Bezirksliga Schachbezirk Oberberg

4. Spieltag

Meinerzhagen.

In der Bezirksliga bahnt sich auf der Zielgeraden ein dramatisch spannender Auf- und auch Abstiegskampf an. Oben führt weiterhin Meinerzhagen I die Tabelle an, sie ließen beim 7:1 gegen Schnellenbach keinen Zweifel daran aufkommen, aufsteigen zu wollen. Verfolger Lindlar II, ebenfalls mit maximaler Punkteausbeute, hatte spielfrei. Am 3. Februar steigt das absolute Spitzenspiel.

Benedikt Schneider

MannschaftSGRVBPP Meinerzhagen I440022,08:0 Lindlar II330016,06:0 Gummersbach3201134:2 Windeck310211,52:4 Schnellenbach31028,02:4 Morsbach I410313,02:6 Drolshagen II400412,50:8
Meinerz­hagen I 7 : 1 Schnellenbach Babczyk, Adrian½ : ½Bock, Günter Babczyk, Roman1 : 0Ramberger, Martin Sönnecken, Stefan1 : 0Manski, Stefan Fleischer, Bernhard+ / -Elsesser, Waldemar Leistikow, Philip+ / -Gudehus, Andreas Frase, Jens+ / -Vor, Andreas Thiemann, Oliver1 : 0Kienzle, Markus Thrun, Georg-Stefan½ : ½Leslin, Reiner
Windeck 5 : 3 Drolshagen II Queck, Reiner1 : 0Pfennig, Konstantin Höhn, Uwe½ : ½Pfennig, Martin, Dr. Wiertz, Jörn1 : 0Harnisch­macher, Jürgen Sommer, Dirk½ : ½Kramer, Heribert Memmes­heimer, Thomas- / +Schell, Andreas Himmels­pach, Klaus½ : ½Vishanji, Denis Willer, David½ : ½Ehrhardt, Ingo Wienand, Heinrich-Bernhard1 : 0Wigger, Heribert
Gummersbach 5 : 3 Morsbach I Özcelik, Ali+ / -Solbach, Christoph Olsson, Christian½ : ½Schneider, Benedikt Fazlija, Nazmir1 : 0Korb, Guido-Andreas Schmidt, Stefan+ / -Ludwig, Frank Bury, Arnold0 : 1Neumann, Heiko Fazlija, Vebi½ : ½Schmidt, Artur Fot, Alexander1 : 0Hermes, Dieter Müller, Horst0 : 1Ortiz Pérez, Héctor Guillermo

Zu sechst konnte Morsbach I nichts mitnehmen

Gummersbach nun im Mittelfeld, Morsbacher haben zwei Endspiele

Gummersbach.

Eigentlich sollte das Spiel gegen Gummersbach, nach den Ergebnissen der Vergangenheit, helfen, uns im Mittelfeld der Tabelle zu festigen.

Doch war dieses Unterfangen schon vor Beginn des Spiels nahezu aussichtslos geworden. Ausgerechnet in dieser Runde geschah etwas Außergewöhnliches. Es kommt schon ausgesprochen selten vor, dass Morsbach ein Brett nicht besetzen kann. Doch diesmal kam es noch deftiger. Gleich zwei Bretter konnten nicht besetzt werden. Da Gummersbach hingegen sogar kurzfristig noch in stärkster Besetzung antreten konnte, wurden die Aussichten für uns nicht besser.

Ich erwischte zudem einen rabenschwarzen Tag und musste schon nach 16 Zügen gegen Nazmir Fazlija aufgeben. Zwar konnte Heiko Neumann diesen Punkt gegen Arnold Bury wieder ausgleichen, als aber Artur Schmidt gegen Febi Fazlija ein gutes Remis erzielte, schmolzen die Chancen dahin. Es war aber noch nicht alles verloren, nur mussten wir nun alle übrigen Partien gewinnen. Bei Héctor sah dies auch gut aus, obwohl sich Horst Müller zäh wehrte. Doch dann gelang Gummersbach der entscheidende Schlag, als Dieter Hermes in deutlich besserer Stellung, durch Zeitüberschreitung gegen Alexander Fot verlor.

Nun konnte es nur noch um Ergebniskosmetik gehen. Héctor gewann schließlich sicher seine Partie. Benedikt Schneider konnte gegen den in diesem Jahr sehr stark spielenden Gummersbacher Christian Olsson noch ein Remis erreichen.

Somit ging die Begegnung diesmal mit 5 : 3 zugunsten von Gummersbach aus.

In der nächsten Runde pausieren wir. Das wird dazu beitragen wieder Kräfte für die beiden finalen Runden zu sammeln.

Am 17.03. geht es dann gegen die 2. Drolshagener Mannschaft.

Guido Korb

Alles konzentriert sich nun auf den Showdown

Meinerzhagen I spielt nach klarem Sieg gegen Schnellenbach nun in Lindlar

Meinerzhagen.

Vierter Sieg im vierten Spiel für den Schachklub Meinerzhagen, so lautet die hervorragende Bilanz der Saison 2017/18. Durch ein beeindruckendes 7:1 gegen aber leider stark dezimierte Gäste aus Engelskirchen, übernahmen die heimischen Schachspieler die alleinige Tabellenführung in der Bezirksliga Oberberg.

Zu Beginn stand es hierbei allerdings schon 3:0, da die ansonsten aber sehr tapfer kämpfenden Schnellenbacher nur zu fünft angereist waren. So kamen Bernhardt Fleischer, Philip Leistikow und Jens Frase zu kampflosen Siegen.

Für die Vorentscheidung sorgte mal wieder Oliver Thiemann, welcher auch in dieser Saison mit absoluter Präzision, aber ebenso mit großer Willenskraft agiert.

Nach Eroberung einer Leichtfigur tauschte er kontinuierlich Material ab, sodass er in ein hochüberlegenes Endspiel abwickeln konnte. Da konnte Routinier „Schorsch" Thrun beruhigt in das Remisangebot seines Widersachers einwilligen, denn auch die anschließende Analyse ergab für beide Seiten keinen Gewinnweg.

Bild BL.jpg

Stefan Sönnecken hatte in der Zwischenzeit eine gute druckvolle Angriffsposition erspielt, folgerichtig brach kurz darauf die Stellung seines Gegners zusammen. Außergewöhnlich lange dauerten jedoch die Partien an den ersten beiden Brettern. Vater und Sohn Babczyk mussten ihre ganze Erfahrung und Rechenkunst in die Waagschale werfen, um erfolgreich zu sein. In einem hochkomplizierten Damenendspiel gelang Roman Babczyk ein sensationelles Finale.

Er opferte einen Bauern um einen Zug schneller als Martin Ramberger das angestrebte Umwandlungsfeld zu erreichen, trotzdem hielt niemand mehr für möglich diese Partie noch zu gewinnen. Außer Roman selbst, er zeigte sein allerbestes Schach und fand geradezu geniale Züge, welche ihm tatsächlich noch den Sieg einbrachten. Das motivierte natürlich wiederum Adrian, ganz vorne sitzend, Schnellenbachs jahrzehntelange Nummer 1 Günter Bock hatte bereits mehrfach ein Unentschieden angeboten, welches Babczyk ausschlug mit der Begründung, alles versuchen zu wollen, um voll zu punkten. Aber Bock verteidigte sich im spannenden Turmendspiel mit jeweils 4 Bauern umsichtig und geschickt, sodass es hier nach 5,5 Stunden (!) letztlich keinen Sieger gab.

Dennoch ist das erspielte Ergebnis ein deutliches Zeichen und ein echter Fingerzeig in Richtung Verbandsklasse. Am nächsten Spieltag (3.Februar) kommt es dann zum Showdown bei den Schachfreunden Lindlar 2, welche auch bereits 6:0 Zähler angesammelt haben. Da darf auch ein Superlativ, wie absolutes Spitzenspiel und Entscheidung um den Meistertitel einmal angewendet werden. Eine solche Ausgangsposition hat es für den SKM schon seit 40 Jahren nicht mehr gegeben.

Jens Frase

Bezirksklasse Schachbezirk Oberberg

5. Spieltag

In der Bezirksklasse ist die Vorrunde der 6er-Meisterschaft beendet.

Nun beginnen die Playoffs. Dabei spielen die ersten und die letzten drei Teams noch einmal gegeneinander.

Um den Aufstieg in die Bezirksliga kämpfen Wiehl II (8:2 Punkte), Marienheide II (ebenfalls 8:2) und Morsbach II (6:4). Ende Januar gewann Wiehl II kampflos gegen Meinerzhagen II, Marienheide II schlug Bergneustadt/D. III deutlich und Morsbach II unterlag trotz doppelter Überzahl Kierspe III. Die Kiersper, die Bergneustädter und Meinerzhagen II kämpfen nun um die Platzierungen in der unteren Tabellenhälfte. Die Punkte aus der Vorrunde werden dabei mitgenommen. Die Spiele der oberen gegen die untere Hälfte werden nicht miteingerechnet.

Benedikt Schneider

MannschaftSGRVBPP Wiehl II5401248:2 Marienheide II5401178:2 Morsbach II5302166:4 Kierspe III5212115:5 Bergn./ Derschlag III5113113:7 Meinerzhagen II500520:10
Marienheide II 5 : 1Bergn./ Derschlag III Sindermann, Andreas1 : 0Bukowski, Klaus-Jürgen Schellberg, Wolfgang0 : 1Khan, Tuhin Lange, Fritz1 : 0Weuste, Jan-Eric Sindermann, Paul+ / -Abdul Kadar, Alyaman Kachel, Gerd+ / -Glöckl, Simon Hackenberger, Dieter1 : 0Junge, Jonathan
Morsbach II 2,5 : 3,5 Kierspe III Hamann, Bernd½ : ½Damen, Johannes Muth, Wilhelm0 : 1Werner, Maxim Spät, Alexander0 : 1Driedger, Heinrich Czwalinna, Ralf+ / -Pektopalyan, David Großer, Marion0 : 1Gossens, Andrej Ortiz Pérez, Héctor Guillermo+ / -N.N.

Begnungen im Playoff

Playoff 1 (17.02.2018)

Wiehl II-Morsbach II Meinerzhagen II-Kierspe III Marienheide II- Bergn./​Derschlag III

Playoff 2 (10.03.2018)

Morsbach II-Marienheide II Bergn./​Derschlag III-Meinerzhagen II Kierspe III-Wiehl II

Playoff 3 (14.04.2018)

Wiehl II-Marienheide II Bergn./​Derschlag III-Kierspe III Morsbach II-Meinerzhagen II
Vierer-Pokal Schachbezirk Oberberg

Runde 3 (Halbfinale, 21.01.2018)

Meinerzhagen I 1 : 3 Bergn./​Derschlag Babczyk, Adrian0 : 1Stümer, Paul Babczyk, Roman1 : 0Linnenborn, Guido Sönnecken, Stefan0 : 1Michalik, Friedhelm Thiemann, Oliver0 : 1Heitmann, Sebastian
Windeck 2,5 : 1,5 Gummersbach Höhn, Uwe½ : ½Özcelik, Ali Wiertz, Jörn1 : 0Olsson, Christian Sommer, Dirk½ : ½Schmidt, Stefan Wienand, Heinrich-Bernhard½ : ½Bury, Arnold

Runde 4 (Finale, 18.02.2018)

Bergn./Derschlag-Windeck
Blitz-Mannschaftsmeisterschaft Schachbezirk Oberberg

4er-Blitzen fiel aus

Die diesjährige Bezirksblitz-mannschaftsmeisterschaft ist „mangels Masse“ ausgefallen.

Da dem Schachbezirk Oberberg drei Qualifikationsplätze zustanden und es auch nur drei Anmeldungen für die Meisterschaft gab, sind Bergneustadt/Derschlag I, Drolshagen I und Wiehl I automatisch für das Verbandsturnier qualifiziert. Dieses findet Ende Februar in Burbach statt. Die Plätze 1 und 2 kommen dann auf die NRW-Ebene.

Benedikt Schneider

VPEM (Verbands-Pokal-Einzelmeisterschaft) Schachbezirk Oberberg / Schachverband Südwestfalen

Josef Horstmann unterliegt im 1/8-Finale

Schalksmühle.

Der überraschende Zweite beim Bezirkseinzelpokal, Josef Horstmann, musste sich seinem deutlich DWZ-Überlegenen Gegner Vladimir Dolgopolyj geschlagen geben und ist damit ausgeschieden.

Bezirkspokalmeister Christian Olsson greift erst im Viertelfinale ins Turnier ein und spielt bis zum 17. Februar auswärts gegen Dirk Hoppe vom SV Velmede-Bestwig. Auch Olsson ist in dieser Partie Außenseiter, hat aber immerhin Weiß.

Benedikt Schneider

BEM (Bezirkseinzelmeisterschaft) Schachbezirk Oberberg

Ergebnisse der 5. Runde

SpielerDWZPktErgSpielerDWZPktAtt 1Schneider Benedikt17494,00 - 1 Ortiz Pérez, Héctor Guillermo19883,5 2Gessinger Winfried17613,5½ - ½ Hemmings Martin17873,0 v 3Olsson Christian16673,01 - 0 Vishanji Adrian18023,0 4Schürmann Ralf18052,5½ - ½ Kals Leo16702,5 v 5Hamburger Tiberiu15552,51 - 0 Lehmann Holger17552,5 6Bukowski Klaus-Jürgen17482,5½ - ½ Block Dieter15322,5 v 7Özcelik Ali16762,5½ - ½ Milde Mathias16522,5 v 8Margenberg Volker16692,01 - 0 Pfennig Konstantin15352,5 9Khan Tuhin2,00 - 1 Korb Guido17472,0 10Walotka Uwe16612,01 - 0 Haugg Gerhard13262,0 11Fot Alexander15132,0- / + Baran Peter16202,0 kl 12Baran Daniel16171,5½ - ½ Horstmann Josef16111,5 v 13Glöckl Simon10791,5+ / -Memmers­heimer, Thomas16121,5 kl 14Sebastian Thorsten1,50 - 1 Kramer Herbert15191,5 15Celazade Elwin19001,0- / + Schmidt Artur14321,0 kl 16Driedger Heinrich10631,0½ - ½ Bury Arnold15541,0 17Thiemann Oliver15030,51 - 0 Damen Han13571,0 v 18Hermes Dieter13640,01 - 0 Kroo Waldemar11631,0

Stand nach der 5. Runde

NameDWZVereinPktBSB 1Ortiz Pérez, Héctor Guillermo1988Morsbach4,516,0014,50 2Schneider, Benedikt1749Morsbach416,5012,00 3Olsson, Christian1667Gummersbach416,0012,00 4Gessinger, Winfried1761Lindlar414,0011,00 5Hemmings, Martin1787Drolshagen3,515,009,00 6Hamburger, Tiberiu1555Bergneustadt/ Derschlag3,514,008,50 7Korb, Guido1747Morsbach314,006,75 7Block Dieter1532Wiehl314,006,75 9Vishanji, Adrian1802Drolshagen314,006,50 10Kals, Leo1670Lindlar313,507,25 11Baran, Peter1620Kierspe313,506,00 12Walotka, Uwe1661Lindlar313,006,00 13Schürmann, Ralf1805Kierspe312,507,00 14Bukowski, Klaus-Jürgen1740Bergneustadt/ Derschlag312,007,00 15Özcelik, Ali1676Gummersbach312,005,25 16Margenberg, Volker1669Wiehl312,004,50 17Milde, Mathias1652Wiehl310,505,50 18Lehmann, Holger1755Wiehl2,515,006,00 19Pfennig, Konstantin1535Drolshagen2,514,506,50 20Kramer, Herbert1519Drolshagen2,512,505,00 21Glöckl, Simon1079Bergneustadt/ Derschlag2,510,503,50 22Khan, TuhinBergneustadt/ Derschlag214,504,50 23Fot, Alexander1513Gummersbach213,004,00 24Horstmann, Josef1611Kierspe211,004,00 25Haugg, Gerhard1326Lindlar211,002,00 26Baran, Daniel1617Kierspe29,503,25 27Schmidt, Artur1432Morsbach28,502,00 28Sebastian, ThorstenWiehl1,512,002,75 29Thiemann, Oliver1503Meinerzhagen1,512,001,00 30Driedger, Heinrich1063Kierspe1,511,502,75 31Memmers­heimer, Thomas1612Windeck1,511,001,75 32Bury, Arnold1554Gummersbach1,511,001,75 33Celazade, Elwin1900Gummersbach112,002,00 34Hermes, Dieter1364Morsbach110,001,00 35Damen, Han1357Kierspe19,501,75 36Kroo Waldemar1163Drolshagen18,501,50

Auslosung der 6. Runde

SpielerDWZPktErgSpielerDWZPktAtt 1Ortiz Pérez, Héctor Guillermo19884,5 Olsson Christian16674,0 2Gessinger Winfried17614,0 Schneider Benedikt17494,0 3Hemmings Martin17873,5 Hamburger Tiberiu15553,5 4Milde Mathias16523,0 Schürmann Ralf18053,0 5Vishanji Adrian18023,0 Margenberg Volker16693,0 6Kals Leo16703,0 Bukowski Klaus-Jürgen17483,0 7Korb Guido17473,0 Baran Peter16203,0 8Block Dieter15323,0 Özcelik Ali16763,0 9Lehmann Holger17552,5 Walotka Uwe16613,0 10Pfennig Konstantin15352,5 Glöckl Simon10792,5 11Kramer Herbert15192,5 Schmidt Artur14322,0 12Haugg Gerhard13262,0 Baran Daniel16172,0 13Horstmann Josef16112,0 Khan Tuhin2,0 14Fot Alexander15132,0Memmers­heimer, Thomas16121,5 15Bury Arnold15541,5 Sebastian Thorsten1,5 16Thiemann Oliver15031,5 Driedger Heinrich10631,5 17Celazade Elwin19001,0 Kroo Waldemar11631,0 18Damen Han13571,0 Hermes Dieter13641,0

Héctor Ortiz Pérez jetzt ganz vorne

Morsbacher hat nun beste Karten für den Titel

Gummersbach.

Auch in der 5. Runde der BEM gab es viel Platz am Spielabend. Allein sechs Partien wurden vorgespielt. Dabei gab es einen kleinen Rekord zu verzeichnen. Fünf dieser Partien gingen Remis aus.

Auch in der 5. Runde der BEM gab es viel Platz am Spielabend. Allein sechs Partien wurden vorgespielt. Dabei gab es einen kleinen Rekord zu verzeichnen. Fünf dieser Partien gingen Remis aus.

Drei weitere Partien wurden kampflos entschieden. Zwei werden es auch jeweils in den beiden folgenden Runden. Thomas Memmesheimer kann das Turnier aus beruflichen Gründen nicht zu Ende spielen. Was mit Elwin Celazade ist, ist unklar. Zur fünften Runde war ein Termin mit seinem Gegner Artur Schmidt vereinbart. Dazu erschien er aber nicht. Die Gründe dafür sind nicht bekannt. Aufgrund der schwierigen Kontaktaufnahme gehe ich davon aus, dass auch die noch folgenden Partien kampflos ausgehen werden.

Neun Partien blieben übrig, wobei das Morsbacher Vereinsduell zwischen Benedikt und Héctor zeitgleich in den heimischen Vereinsräumen ausgetragen wurde. Hier konnte Héctor seiner Favoritenrollen gerecht werden und Bene vom Spitzenplatz verdrängen. Im Duell zwischen Christian Olsson und Adrian Vishanji konnte sich etwas unerwartet, der Gummersbacher durchsetzen. Damit setzt er sich vorerst in der Verfolgergruppe fest.

Bild BEM1.jpg
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Dazu gesellte sich dann noch Winfried Gessinger durch ein Remis gegen Martin Hemmings.

In diesem Jahr läuft es bei Tiberiu Hamburger nicht immer so rund, aber als Favoritenschreck macht er dennoch von sich reden.

Nachdem er schon in der ersten Runde gegen Adrian Vishanji gewinnen konnte, gelang ihm in der fünften Runde gegen Holger Lehmann ebenfalls ein Sieg. Mit nun 3,5 Punkten befindet er sich im erweiterten Verfolgerfeld.

Interessant waren auch einige Partien aus dem hinteren Tabellenbereich. So konnte Dieter Hermes seinen ersten Punkt erkämpfen. In einer etwas unübersichtlichen, leicht vorteilhaften Stellung für Dieter, meinte Waldemar Kroo mit seiner Dame einen Bauern gewinnen zu können. Dabei übersah er im Gewimmel der Figuren, dass dieser noch durch Dieters Dame gedeckt war.

Richtig ins Schwitzen kam Arnold Bury gegen Heinrich Driedger. Der spielte an diesem Abend eine richtig starke Partie und brachte Arnold an den Rand einer Niederlage. In deutlich besserer Stellung, wohl selbst überrascht von seiner guten Leistung, bot Heinrich Remis an. Erstaunt aber auch tief durchatmend nahm Arnold an.

Die längste Partie des Abends lieferten sich Thorsten Sebastian und Herbert Kramer. Dabei unterlief Thorsten in hochgradiger Zeitnot und komplizierter Stellung ein Abtauschfehler, wodurch er eine Figur verlor. In der Folge konnte Herbert einen Bauern zur Dame umwandeln und es entstand schließlich ein Endspiel Dame gegen Randbauer. Bei der Abwicklung dieses Endspiels unterliefen Herbert aber einige Ungenauigkeiten, wodurch sich für Thomas noch die ein oder andere Patt-Chance bot. Da er aber schon einige Zeit fast nur von der Bonuszeit lebte, gelang es ihm nicht einen Weg dahin zu finden und Herbert konnte schließlich den vollen Punkt einfahren.

Die nächste Runde findet am 09.02.2018 natürlich wie gewohnt in Gummersbach statt. Beginn ist um 19 Uhr. Wie immer sind auch Kiebitze herzlich willkommen.

Guido Korb

BEM Partien

5. Runde

Schneider,B - Ortiz Pérez,H [A48]
BEM (5), 12.01.2018
[Schneider,Benedikt]

1.d4 Sf6 2.Lf4 g6 3.Sf3 Lg7 4.e3 0-0 5.Ld3 d6 6.Sbd2 Sc6 7.c3 Te8 8.0-0 e5 9.Lg5 h6 10.Lxf6 Dxf6 11.d5 Sd8 12.Da4 De7 13.Lb5 Tf8 14.Dh4 g5 15.Da4 f5 16.Se1 Sf7 17.Tc1 a6 18.Le2 f4 19.e4 [19.Ld3 fxe3 (19...Sd8 20.exf4 Txf4 21.Le4 g4 22.Sd3 Ld7 23.Db4 (23.Db3 Tf8 24.f4 gxf3 25.Txf3 Sf7) ) 20.De4; 19.De4 Sh8 20.Sc2 Lf5 21.Db4] 19...g4 20.Sd3 Sg5 21.Tfd1

87654321 abcdefgh

Nach nun 21...f3! Kommt Schwarz entscheidend in Vorteil

r1b2rk1/1pp1q1b1/p2p3p/3Pp1n1/Q3Ppp1/2PN4/PP1NBPPP/2RR2K1 b - - BEM5

21. ... f3 22.Lf1 fxg2 23.Lxg2 Sh3+ 24.Lxh3 gxh3 25.Kf1 Dg5 26.Ke2 Lg4+ 27.f3 Lxf3+ 28.Sxf3 Dg2+ 29.Ke1 Txf3

0-1

Benedikt Schneider

6. Runde

Gessinger,W - Schneider,B [B23]
BEM (6), 28.01.2018
[Schneider,Benedikt]

1.e4 c5 2.Lc4 e6 3.Sc3 Sc6 4.f4 d6 5.Sf3 Le7 6.0-0 Sf6 7.Kh1 a6 [7...d5 8.exd5 exd5 9.Lb5 d4] 8.a4 Sxe4 9.Sxe4 d5 10.De2 [10.Ld3 c4 11.Lxc4 dxc4 12.De2] 10...dxc4 11.Dxc4 b5 12.Dc3 Sd4 13.axb5 Dd5 14.d3 f5 15.Le3 fxe4 16.dxe4 Dxe4 17.Sxd4 cxd4 18.Lxd4 Lb7 19.Tf3 Tc8 20.Te1 Txc3 21.Txe4 Txf3

87654321 abcdefgh

Im Endeffekt verbleibt Schwarz mit einem Mehrturm

4k2r/1b2b1pp/p3p3/1P6/3BRP2/5r2/1PP3PP/7K w k - BEM6

0-1

Benedikt Schneider

Regelkunde von Guido Korb

Notation

Weiter geht es mit den Notationsregeln. In der letzten Ausgabe habe ich Euch ja schon ein Beispiel gezeigt, wie man zumindest teilweise eine inkorrekte Notation ausführt. Inzwischen bin in den Besitz einer Notation gekommen, die alles was ich bisher gesehen habe, in den Schatten stellt.

Der Versuch die Partie nach zu spielen, scheiterte schon beim 4. Zug. Dabei bin ich mir nicht einmal sicher, ob ich die Züge bis dahin überhaupt richtig nachvollzogen habe.

Urteilt selbst einmal. Die Partie ging der Notation zufolge über 54 Züge. Beispielhaft werde ich nur die ersten 10 Züge angeben.

1. E4 C6; 2. F4 D5; 3. E5 C5; 4. G4 F7; 5. G3 E6; 6. C3 G7; 7. F2 E8; 8. 0-0 B7; 9. D1 C5; 10. E2 D4

Das soll es gewesen sein. Nun geht es mit den konkreten Regeln weiter. Dabei werde ich mich weitgehend auf die Kurzschreibweise beschränken, weil diese üblicherweise verwendet wird.

1. Normale Züge

Um eine möglichst genaue Beschreibung der jeweiligen Züge machen zu können, brauchen wir mindestens den „Namen“ der Figur, die gezogen wurde und den „Namen“ des Feldes auf dem Schachbrett, auf welches die Figur gezogen wurde.

1.1 Figuren

Als Figuren werden alle „Spielsteine“ außer den Bauern bezeichnet.

Die Benennung der Figuren erfolgt mit dem Anfangsbuchstaben der Bezeichnung, welche die Figur hat. Diese „Namen“ werden immer mit Großbuchstaben geschrieben.

K = König
D = Dame
T = Turm
L = Läufer
S = Springer

Die „Namen“ der Figuren werden bei der Notation immer als erstes aufgeschrieben. Danach werden die Koordinaten des Zielfeldes angegeben.

Beispiele : Le5, Sf3, Td1.

Spieler anderer Nationalitäten dürfen die Buchstaben verwenden, die der Bezeichnung der Figuren in ihrer Landessprache entsprechen. Beispiele dazu sind in Anhang C angegeben.

1.2 Felder

Damit genau nachvollziehbar ist, wohin die Figuren jeweils ziehen, müssen auch die Felder auf dem Schachbrett so etwas wie „Namen“ erhalten. Der Name oder die Koordinate eines Feldes setzt sich aus zwei Teilen zusammen.

Als ersten kommt der Buchstabe, der die Linie kennzeichnet (a - h). Er wird klein geschrieben. Danach die Zahl für die Reihe (1 - 8).

1.3 Bauer

Der Bauer ist namenlos. Anders als die Figuren, erhält der Bauer kein Namenskürzel. Der Zug eines Bauern wird daher nur mit den Koordinaten seines Zielfeldes angegeben.

Beispiele : e5, d4, a5

2. Sonderzüge und Sonderzeichen

Da Schach ein Strategiespiel ist, werden neben den Standardzügen auch Züge ausgeführt werden, die den taktischen und strategischen Ideen der Spieler entsprechend notwendig sind. Das bedeutet, es werden Figuren geschlagen, Rochaden ausgeführt, Schach geboten und Bauern umgewandelt. Alle diese Züge müssen oder können in der Notation aufgeschrieben werden.

Für folgende Züge gibt es entsprechende Kennzeichen:

(=) = Remisangebot eines Spielers 0-0 = kurze Rochade 0-0-0 = lange Rochade
x = schlägt
+ = Schachgebot
++ oder # = Schachmatt
e.p. = (schlägt) en passant

Die letzten vier Angaben sind freiwillig.

Der Vermerk eines Remisangebotes ist Pflicht, unabhängig davon, ob es angenommen wird oder nicht.

Natürlich ist auch die Notation der jeweiligen Rochaden Pflicht. Die sind ja Züge von Figuren, die ja ohnehin aufgeschrieben werden müssen. Der Unterschied zur sonstigen Schreibweise der Züge liegt darin, dass für diesen Sonderzug (für einen Zug werden zwei Figuren bewegt) eine separate Schreibweise „erfunden wurde.

Die übrigen Zeichen müssen nicht unbedingt in der Notation auftauchen. Sie sind keine Pflichtangaben. Das lässt vermutlich mit der Tatsache erklären, dass solche Vorgänge, wie schlagen, Schachgebot, Matt oder schlagen en passant, automatisch aus einer ordnungsgemäß geführten Notation erkennbar sind. Im allgemeinen werden diese Zeichen aber von den meisten Spielern immer mitgeschrieben.

Werden diese Zeichen mitgeschrieben, dann ist auf folgendes zu achten:

x :

Schlägt eine Figur, wird dieses Zeichen immer zwischen den Figurennamen und die Zielfeldkoordinaten gesetzt. (Lxe5, Sxf3, Txd l)

Schlägt ein Bauer wird das „x“ zwischen die Herkunftslinie des Bauern und dessen Zielfeldkoordinaten gesetzt. (dxe5, gxf3, axb5)

+; #; ++ oder e.p.: Alle diese Zeichen werden immer hinten angehängt.

Bei einer Bauernumwandlung muss an den Bauernzug der „Name“ der dafür eingesetzten gleichfarbigen Figur angefügt werden (d8D, exf8S, b1L, g1T).

3. Eindeutigkeit

Da einige Figuren beim Schachspiel doppelt vorkommen und jeder Spieler über acht Bauern verfügt, kann es während einer Partie zu Situationen kommen, bei denen zwei gleiche Figuren oder Bauern auf dasselbe Feld ziehen können.

In der Regel trifft dieses Problem auf die Bauern, die Türme und die Springer zu. Es kann aber auch vorkommen, das die Läufer mit einbezogen werden müssen. Nicht immer sind zwei gleichfarbige Läufer das Ergebnis einer falschen Aufstellung, eines regelwidrigen Zuges oder eines versehentlichen Verschiebens eines Läufers. Es kann durchaus passieren, dass z.B. ein zweiter weißfeldriger Läufer das Ergebnis einer Bauernumwandlung ist.

Damit die Notation eindeutig ist, muss in solchen Fällen klar angegeben werden, welche der zwei Figuren auf das Zielfeld gezogen wurde.

Für die Figuren gibt es drei Fälle zu unterscheiden:

    1. Beide Figuren stehen auf derselben Reihe:
  • Name der Figur
  • Herkunftslinie
  • Ankunftsfeld.
    2. Beide Figuren stehen auf derselben Linie:
  • Name der Figur
  • Herkunftsreihe
  • Ankunftsfeld
    3. Die Figuren stehen auf verschiedenen Reihen und Linien:
  • In diesem Fall wird die 1. Methode bevorzugt

Bei Bauern käme diese Schreibweise nur in Betracht, wenn eine gegnerische Figur oder ein Bauer durch zwei Bauern geschlagen werden könnte. Da aber nach C.9.3 beim Schlagen mittels Bauer ohnehin die Herkunftslinie und das Zielfeld angegeben werden müssen, ist die Eindeutigkeit vorgegeben.

Wer Fragen oder Bemerkungen zu den behandelten Themen hat, kann mir eine Mail schicken (getraenke-korb@t-online.de).

SBO Kombi-Grand-Prix von Guido Korb

Lösung der letzten Aufgabe

Kombi Nr. 5

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Lösung

Die offensichtliche Lösung, Txc2 gewinnt zwar auch, eine andere Variante ist aber deutlich besser:

26. ... exd2 27. Sf3 Txc2 28. Kxc2 De4+ 29. Kb2 De2 oder 29. Kc3 d1D ist wohl die „beste“ Variante für Weiß.

Versuche die Dame zu retten führen forciert zum Sieg für Schwarz: 26. ... exd2 27. Dxd2 (27. Db2 De1+!! 28. Txe1 dxe1D+ 29. Dc1 Dxc1#, etwas länger dauert 27. Dd1 De4+ 28. Kb2 Dd4+ 29. Kb1 Dd3+ 30; Kb2 Dc3+ 31. Kb1 Txb3+ 32. axb3 Ta6) 27. ... Txb3+!! 28. axb3 Dxb3+ 29. Db2 Dd3+ 30. Ka1 Ta6+ 31. Da2 Dc3+ 32. Kb1 Tb6+ 33. Db3 Txb3+ 34. Ka2 Db2#

Aktuelle Aufgabe

Kombi Nr. 6

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Eine materiell ausgeglichene Stellung. Ein möglicher Vorteil für Schwarz, der Isolani auf der d-Linie. Mit seinem letzten Zug (Ted1) versucht Weiß die Deckung für diesen Bauern zu verstärken. Wie beweist Schwarz, dass dieser Zug die falsche Entscheidung war?

Einsendeschluss: Di. 20.02.2018

Lösung bitte per E-Mail schicken an getraenke-korb@t-online.de

Aktueller Punktestand

RangTeil­nehmer12345An­zahlPunk­te 1Klaus Lemmer-10121212446 2Erik Stokken­treeff-12108-330 3Andreas Schell---10-110 4Wolfgang Tietze-8---18