Schnellschach / Blitzschach

Was ist eine Schnellschachpartie?
Was ist eine Blitzschachpartie?

Für Schnell­schach­partien und Blitz­schach­partien gelten wegen der kürzeren Bedenk­zeiten angepasste Turnier­regeln.

    Wenn für eine Partie
  • entweder für alle Züge
  • oder bei einer Partie mit Zeitgutschrift für die ersten 60 Züge inkl. der Zeitgutschrift
    eine Bedenkzeit von
  • 10 Minuten oder weniger zur Verfügung steht, handelt es sich um eine Blitzschachpartie.
  • mehr als 10 Minuten aber weniger als 60 Minuten zur Verfügung steht, handelt es sich um eine Schnellschachpartie.

Züge aufzeichnen

Die Spieler müssen die Züge nicht aufzeichnen, verlieren aber nicht das Recht einen Anspruch geltend zu machen, der üblicherweise auf die Notation gestützt wird.

Ein Spieler kann zu jeder Zeit den Schiedsrichter um die Überlassung eines Partieformulares zur Aufzeichnung der Züge bitten.

Schnellschachregeln

Schnellschachregeln

    Sobald beide Spieler ab der Anfangsstellung 10 Züge vollständig abgeschlossen haben,
  • dürfen keine Änderungen an den Einstellungen der Schachuhr vorgenommen werden, es sei denn, der Zeitplan der Veranstaltung würde gestört.
  • kann eine fehlerhafte Figurenaufstellung oder Brettausrichtung nicht mehr beanstandet werden. Im Fall einer fehlerhaften Ausgangsstellung des Königs ist die Rochade unzulässig. Im Fall einer fehlerhaften Ausgangsstellung eines Turms ist die Rochade mit diesem Turm unzulässig.

Regelverstöße

    Wenn der Schiedsrichter
  • einen Regelwidrigen Zug beobachtet (siehe Regelwidrige Züge) und
  • der Gegner seinen nächsten Zug noch nicht ausgeführt hat,

  • muss er, wie dort beschrieben:
  • die entsprechende Stellung wieder herstellen und
  • die entsprechende Strafe verhängen.

Wenn der Schiedsrichter nicht eingreift, darf der Gegner reklamieren - solange er seinen Zug noch nicht ausgeführt hat.

Wenn der Gegner nicht reklamiert und der Schiedsrichter nicht eingreift, bleibt der regelwidrige Zug bestehen und die Partie wird fortgesetzt.

Wenn der Gegner seinen nächsten Zug ausgeführt hat, kann der regelwidrige Zug nicht mehr korrigiert werden, es sei denn, die Spieler einigen sich hierauf ohne Anrufung des Schiedsrichters.

Gewinn durch Zeitüberschreitung reklamieren

Um Gewinn durch Zeitüberschreitung des Gegners zu reklamieren, muß der Spieler:

  • die Uhr anhalten
  • und den Schiedsrichter benachrichtigen.

Wenn jedoch eine Stellung entstanden ist, in der kein Spieler den gegnerischen König mit einer Folge regelgemäßer Züge1 matt setzen kann ("tote Stellung"), ist die Partie remis.

1 Achtung. Es ist egal, ob die Partie objektiv remis ist. Es darf keine einzige theoretische Möglichkeit existieren, nach der ein Spieler matt werden kann, auch wenn sie noch so abwegig ist!

Sonstiges

    Beobachtet der Schiedsrichter ...
  • ... dass beide Könige im Schach stehen oder ein Bauer auf der gegnerischen Grundreihe steht, wartet er den Abschluss des nächsten Zuges ab. Steht die regelwidrige Stellung dann noch auf dem Brett, erklärt er die Partie remis.
  • ... das ein Blättchen gefallen ist, muss er darauf hinweisen.
Welche Regeln gelten?

Schnellschachpartie
(über 10 bis einschl. 60 Min.)

    Wenn
  • ein Schiedsrichter höchstens drei Partien überwacht
  • und jede Partie durch den Schiedsrichter oder einen Assistenten aufgezeichnet wird (wenn möglich, durch elektronische Mittel)
    dann
  • gelten Turnierschachregeln
  • kann ein Spieler, der am Zug ist, zu jeder Zeit den Schiedsrichter oder dessen Assistenten bitten, ihm das Partieformular zu zeigen. Hierum kann er höchstens fünfmal während einer Partie bitten. Weitere Bitten gelten als Störung des Gegners.
    anderenfalls
  • gelten Schnellschachregeln.

Die Turnierregeln legen fest, ob für das gesamte Turnier Schnellschachregeln oder Turnierschachregeln gelten.

Blitzschachpartie
(bis 10 Minuten)

    Wenn
  • ein Schiedsrichter eine Partie überwacht
  • und jede Partie durch den Schiedsrichter oder einen Assistenten aufgezeichnet wird (wenn möglich, durch elektronische Mittel)
    dann
  • gelten Turnierschachregeln
  • kann ein Spieler, der am Zug ist, zu jeder Zeit den Schiedsrichter oder dessen Assistenten bitten, ihm das Partieformular zu zeigen. Hierum kann er höchstens fünfmal während einer Partie bitten. Weitere Bitten gelten als Störung des Gegners.
    anderenfalls
  • gelten Schnellschachregeln.

Die Turnierregeln legen fest, ob für das gesamte Turnier Schnellschachregeln oder Turnierschachregeln gelten.

Nur bei Blitzschachpartien: Die Zeitstrafen bei regelwidrigen Zügen und für unberechtigtes Beantragen von Remis betragen eine Minute anstelle von zwei Minuten.