Die Schachuhr
Die Uhr

Die Schachuhr

Bild schachuhr.jpg

Eine Schachuhr besteht aus 2 Uhren, die so miteinander verbunden sind, das immer nur eine von ihnen laufen kann.

In den Regeln ist mit "Uhr" jeweils eine der Uhren gemeint.

Das Blättchen

Das "Fallen des Blättchens" zeigt an, dass die Bedenkzeit eines Spielers abgelaufen ist.

Die Uhr drücken

Während der Partie drückt jeder Spieler, nachdem er seinen Zug ausgeführt hat, die Uhr. Damit hält er seine Uhr an und startet die des Gegners.

Züge abschliessen

Abgeschlossen

Wenn ein Spieler die Uhr drückt, nachdem er seinen Zug ausgeführt hat, ist der Zug abgeschlossen ("beendet").

    Ein Zug ist auch abgeschlossen,
  • wenn der Zug nicht abgeschlossen war und der Spieler den nächsten Zug ausgeführt hat.
  • wenn der Zug die Partie beendet
    (laut Grundregeln oder "Verlust auf Zeit").
Allgemeines

Umgang mit der Uhr

  • Der Schiedsrichter entscheidet vor Partiebeginn, wo die Uhr steht.
  • Zum für den Partiebeginn festgesetzten Zeitpunkt wird die Uhr des weißen Spielers in Gang gesetzt.
  • Die Uhr muss mit der gleichen Hand gedrückt werden, mit der der Spieler seinen Zug ausgeführt hat.
  • Ein Spieler darf seine Finger nicht auf oder über der Uhr halten.
  • Ein Spieler muss immer die Möglichhkeit haben, seine Uhr nach seinem Zug anzuhalten.
  • Ein Spieler muß die Uhr angemessen behandeln. Es ist verboten auf sie draufzuhauen, sie hochzuheben, sie umzuwerfen oder die Uhr vor dem ziehen zu drücken.

    Unangemessener Umgang mit der Uhr wird vom Schiedsrichter bestraft.

Figuren zurechtrücken

Nur der Spieler, dessen Uhr läuft, darf die Figuren zurechtrücken.

Assistent

Wenn ein Spieler nicht in der Lage ist die Züge auszuführen, darf er einen - aus Sicht des Schiedsrichters geeigneten - Assistenten nennen, der die Züge für ihn ausführt.

Seine Bedenkzeit wird vom Schiedsrichter entsprechend angepasst.

Wenn der Spieler behindert ist, wird seine Bedenkzeit nicht angepasst.

Spielen mit Bedenkzeit

Spielmodus

    Wenn eine Schachuhr benutzt wird, muss jeder Spieler
  • eine Mindestanzahl von Zügen oder alle Züge
  • in einer bestimmten Zeitperiode einschließlich einer zusätzlichen Bedenkzeit pro Zug

abgeschlossen haben.

Die Bedienung der Uhr erfolgt innerhalb der Bedenkzeit der Spieler.

Der Spielmodus muss im Voraus bekannt gegeben werden.

Die Zeit, die ein Spieler in einer Zeitperiode gespart hat, wird ihm in der nächsten zu seiner verfügbaren Zeit hinzugerechnet (außer im Aufschub-Modus, der kaum verwendet wird).

Unmittelbar nach dem Fallen des Blättchens, müssen die Anforderungen des Spielmodus überprüft werden.

Verlust "auf Zeit"

    Wenn eine Partie nicht wie in den Grundregeln beschrieben, beendet ist, gilt:
  • Ein Spieler hat die Partie verloren, wenn er nicht die erforderliche Anzahl Züge in der ihm zugewiesenen Zeit abgeschlossen hat.
  • Die Partie ist jedoch remis, wenn eine Stellung entstanden ist, aus der heraus es dem Gegner nicht möglich ist, den König des Spielers durch eine beliebige Folge regelgemäßer Züge matt zu setzen.

Wartezeit

Die Turnierregeln legen im Voraus die Wartezeit fest.

  • Ist keine Wartezeit festgesetzt, beträgt sie 0.

Jeder Spieler, der erst nach Ablauf der Wartezeit am Schachbrett erscheint, verliert die Partie, außer der Schiedsrichter entscheidet anders.

Wenn die Turnierregeln eine Wartezeit ungleich 0 festlegen und zu Beginn keiner der Spieler anwesend ist, verliert der weiße Spieler die gesamte Zeit bis zu seinem Eintreffen, außer die Turnierregeln sehen etwas anderes vor oder der Schiedsrichter entscheidet anders.

Das Fallblättchen

    Das Fallblättchen gilt als gefallen
  • wenn der Schiedsrichter es beobachtet
  • einer der Spieler darauf hingewiesen hat.

Anhalten der Uhr

  • Wenn die Partie unterbrochen werden muss, wird die Schachuhr vom Schiedsrichter angehalten.
  • Ein Spieler darf die Uhr nur anhalten, um den Schiedsrichter zu Hilfe zu rufen, z.B. wenn ein Bauer umgewandelt wird und die gewünschte Figur nicht zur Hand ist.
  • Der Schiedsrichter entscheidet, wann die Partie wieder aufgenommen wird.
  • Wenn ein Spieler die Schachuhr anhält, um den Schiedsrichter zu Hilfe zu rufen, entscheidet der Schiedsrichter, ob der Spieler einen triftigen Grund dazu hatte. Falls es keinen triftigen Grund für den Spieler gab, die Schachuhr anzuhalten, wird er vom Schiedsrichter bestraft.

Probleme mit der Uhr

  • Jede Anzeige auf der Schachuhr ist bindend, sofern kein offensichtlicher Mangel an der Schachuhr vorliegt. Eine Schachuhr mit einem offensichtlichen Mangel muss durch den Schiedsrichter ersetzt werden, der nach bestem Ermessen die Zeitanzeigen der Ersatz­uhr einstellt.
  • Wenn während einer Partie festgestellt wird, dass die Einstellung einer oder beider Uhren falsch ist, muss einer der Spieler oder der Schiedsrichter sofort die Schachuhr anhalten. Der Schiedsrichter muss die richtige Einstellung vornehmen und ggf. die Zeiten und den Zugzähler anpassen. Er bestimmt nach bestem Ermessen die richtigen Einstellungen der Uhren.

Anzeige der Partien im Turnierareal

Projektionsleinwände, Bildschirme oder Demonstrationsbretter, welche die aktuelle Stellung auf dem Schachbrett, die Züge und die Anzahl der ausgeführten oder abgeschlossenen Züge zeigen, sowie Uhren, die auch die Zügezahl anzeigen, sind im Turniersaal erlaubt.

Ein Spieler darf einen Anspruch nicht nur auf Informationen stützen, die auf derartigen Anzeigen beruhen.