Spielmodi

Bedenkzeitmodus

Der Modus für die Bedenk­zeit einer Schach­partie ist i.d.R. einer der fol­gen­den:

  • Absolute Zeit (feste Bedenkzeit)

    z.B. 5 Minuten für die gesamte Partie (Blitz).
  • Fischer-Modus

    z.B. 90 Min für die Partie und zusätzlich 30 Sekunden pro Zug.
  • Guillotine-Modus (mehrere Phasen)

    z.B. 2 Stunden für 40 Züge und anschliessend 1 Stunde für den Rest.

Absolute Bedenkzeit

Der einfachste Modus ist die Absolute Zeit.

Man bekommt eine Bedenkzeit für die ganze Partie zugeteilt, die man sich einteilen muss.

Verwendung: Blitzschach und oft auch Schnellschach.

    Vorteile:
  • Einfach zu verstehen.
  • Die Maximaldauer einer Partie steht vor Beginn fest.
  • Häufig kommt es zu dramatischen Endphasen, wenn beide Spieler in Zeitnot geraten.
    Nachteile:
  • Die Spieler müssen während des Spiels abschätzen, wie lange die Partie noch dauern wird, um ihre Bedenkzeit dementsprechend einteilen zu können.
  • Je länger eine Partie dauert, desto kürzer ist die durchschnittliche Bedenkzeit pro Zug.
  • Ein Spieler, der einmal in Zeitnot geraten ist, bleibt es bis zum Ende der Partie. Die Zeitnot verschlimmert sich mit jedem Zug.

    Wenn es nicht durch zusätzliche Regeln verhindert wird, kann der Gegner es durch Wartezüge ausnutzen und die Partie gewinnen, auch wenn er schlechter steht.

Fischer-Modus

Der Schachweltmeister Robert James ("Bobby") Fischer wollte verhindern das in extremer Zeitnot der bessere Spieler vom Gegner "über die Zeit gehoben" werden kann.

Er erfand den nach ihm benannten Fischer-Modus.

    Im Fischer-Modus gibt es:
  • eine Grundbedenkzeit für die gesamte Partie (z.B. 90 Minuten)
  • und pro Zug gibt es eine zusätzliche Zugzeit (Inkrement), z.B. 30 Sekunden.

Der Fischer-Modus wird oft verwendet.

In der Kurzform sagt man z.B. "90 + 30" für 90 Minuten Grundbedenkzeit und 30 Sekunden Inkrement.

Guillotine-Modus

    Der Guillotine-Modus
  • besteht aus mehreren Phasen (meistens 2 oder 3)
  • In den ersten Phasen muß eine festgelegte Anzahl Züge in einer vorgegebenen Zeit abgeschlossen werden.
  • In der letzten Phase müssen alle Züge in der vorgegebenen Zeit gemacht werden.
    Oft verwendet werden z.B.
  • 2h für 40 Züge und 1h für den Rest (der gewöhnliche Turniermodus).
  • 2h für 40 Züge, dann 1h für die nächsten 20 Züge und 1h für den Rest.

Nach der Zeitkontrolle, wird die Zeit für die nächste Phase zur Restbedenkzeit dazu addiert.

    Eigenschaften
  • Partien mit höherer Zugzahl dauern länger
  • Zeitnot baut sich bis zur Zeitkontrolle auf. Wenn die Zeitkontrolle geschafft ist und die Zeit für die nächste Phase dazuaddiert wird, ist die Zeitnot überstanden.